Eingelegter Hering dreimal anders

Eingelegter Hering darf auf keinem Mittsommer-Buffett fehlen: Hier sind drei köstliche Rezepte für den Schweden-Geschmack auf euren Tellern.

Hering landet ein Schweden in den verschiedensten Varianten auf dem Tisch, man isst ihn zu jeder Jahreszeit, Hochsaison haben die eingelegten Happen vor allem zu Mittsommer und Weihnachten.

Foodbloggerin Michaela Fuchs hat für Hejsson drei köstliche Rezepte zusammengetragen. Sie kocht sich für ihren Blog Mahtava quer durch die skandinavische Küche. „Für mich ist Mittsommer vor allem die Zeit der neuen Rezepte! Ich liebe es die verschiedensten Variationen eingelegter Heringe zu kreieren. Am liebsten greife ich dafür zu Strömlingen, den kleinen Ostseeheringen. Leider bekommt man die in Deutschland kaum. Zusammen mit den ersten neuen Kartoffeln werden sie gerne mit Sauerrahm, Schnittlauch, Knäckebrot und Käse serviert.“

Schärengarten-Heringstopf (Skärgårdssill)

Du brauchst:

  • 400 g Heringsfilets
  • 150 ml saure Sahne
  • 2 EL Mayonnaise
  • 4 EL Fischrogen
  • 2 EL geschnittener Schnittlauch

So geht’s:

Die Heringsfilets in mundgerechte Stückchen schneiden. Die saure Sahne mit der Mayonnaise, Fischrogen und dem Schnittlauch in einer Schüssel vermischen und dann die Heringsstückchen unterheben. Nun für etwa drei Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Danach am besten mit neuen Kartoffeln servieren.

 

Zitronen-Heringe (Citronsill)

Du brauchst:

  • 840 g Heringfilets
  • ½ Stange Lauch
  • 1 Zitrone, in Scheiben
  • Zesten von 1 Bio-Zitrone
  • Für die Marinade:
  • 50 ml Branntweinessig (12 %)
  • 85 g Zucker

So geht’s: 

Die Zutaten für die Marinade mit 150 ml Wasser aufkochen und abkühlen lassen. Heringsfilets in mundgerechte Stücke und den Lauch in dünne Scheiben schneiden. Dann mit den restlichen Zutaten in ein sauberes Einmachglas schichten und der Marinade übergießen. Heringe kaltstellen und innerhalb von ein bis zwei Tagen mit etwas saurer Sahne und Schnittlauch servieren.

 

Heringe in Tomatensauce (Tomatsill)

Du brauchst:

  • 4 Heringsfilets
  • 1 gelbe Zwiebel
  • 2 EL gehackten Dill
  • Tomatensauce:
  • 1 Dose gestückelte Tomaten (400 g)
  • 1 Esslöffel Neutralöl
  • 100 g Tomatenmark
  • 2,5 dl Zucker
  • 150 ml Weißweinessig
  • 2 Sternanis
  • grob gemahlener schwarzer Pfeffer

So geht’s:

Das Öl in einen Topf geben und warm werden lassen. Tomatenmark einrühren und ein wenig angerösten. Dadurch verflüchtigt sich der Säureanteil und wird leicht karamellig. Die gehackten Tomaten, den Essig und den Zucker dazugeben, köcheln lassen und um 1/3 reduzieren lassen. Mit grob gemahlenem Pfeffer abschmecken. Zum Schluss den Sternanis dazugeben und die Sauce abkühlen lassen.

Die Heringsfilets in mundgerechte Stücke und die Zwiebel in dünne Scheiben schneiden. Mit dem Dill abwechselnd in Gläser schichten. Die abgekühlte Tomatensauce darüber gießen, etwas hin und her rütteln, damit sich die Sauce gut verteilt und dann mit einem Deckel verschließen. Der Hering sollte vor dem Verzehr einen Tag im Kühlschrank stehen. Kühl aufbewahrt hält sich der Hering mindestens zwei Wochen.

Die eingelegten Heringe mit Brot und Butter oder mit neuen Kartoffeln reichen.

 


Die drei Rezepte stammen von Foodbloggerin Michaela Fuchs. Für ihren Blog Mahtava! und auf Instagram sammelt und kocht sie sich quer durch die skandinavische Küche, ganz nach dem Motto: Taste the North.

 

 

 

 

Fotos: Michaela Fuchs

 

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