5 Einrichtungsideen, die wir uns sofort in Skandinavien abschauen

Offene Regale, kreative Ideen für kleine Räume und ja, sogar Mut zu Farbe können wir uns von nordischen Wohnungen abschauen! Hier sind 5 Ideen, die sich prima auch in einem deutschen Zuhause umsetzen lassen.

 1. Farbige Wände für mehr Gemütlichkeit

Entgegen dem Klischee der minimalistisch eingerichteten und reinweißen oder beigen Wohnungen, setzen viele Skandinavier auch auf Farben, ob gemusterte Sofakissen, Tischdecken oder bunte Bilder. Und tatsächlich sind in fast allen nordischen Wohnungen auch die Wände selten in reinem Weiß gehalten. Der Grund? Weil Weiß in langen, kalten Wintern sehr kühl wirken kann. Die Wände werden daher gerne in zarte Farbtöne getaucht, pastellige Farben sind ziemlich hoch im Kurs. Farbig gestrichene Wände schaffen Geborgenheit gerade in den dunklen Wintermonaten, definieren Räume optisch und geben einem Raum mehr Charakter. Gerade gedeckte Töne wirken beruhigend statt aufdringlich.

Ganz wichtig: Beim Streichen nur die Wände farbig malen, die Zimmerdecke bleibt weiß! Das schafft Raumtiefe und Helligkeit. Auch einzelne Wände lassen sich so prima akzentuieren, etwa hinter dem Bett oder Sofa. Wer sich nicht traut, startet mit einer kleineren Fläche wie einer Nische oder dem Flur.

Sieht was aus wie ein Gemälde: Der Blick ins blau gestrichene Schlafzimmer…
… das den Raum umso gemütlicher macht.

2. Offene Regale in der Küche

Offene Regale statt massiver Oberschränke machen jede Küche optisch größer und leichter, weil geschlossene Schrankfronten wegfallen. Sie zwingen gleichzeitig zu mehr Ordnung – ein sehr skandinavisches Prinzip. Und sie sind zugleich eine Ausstellungsfläche: die hübschen Lieblingstassen, kleine Fundstücke, eine Vase mit Grashalmen – offene Regale sind Funktion und Schönheit in einem. Schönes Geschirr wird zum Deko-Element, alles Nötige ist griffbereit, und die Küche wirkt automatisch persönlicher.

Ein bis zwei Regalbretter reichen meist aus, idealerweise über der Arbeitsfläche. Der skandinavische Clou: Regalbretter werden in der gleichen Farbe gestrichen wie die Wand, an der sie hängen: so sieht alles aus, wie aus einem Guss. Lieben wir!

Offene Regale in der Küche sind nicht nur praktisch…
… sondern auch sehr dekorativ.

3. Kreative Lösungen für kleine Räume

Wer in einer skandinavischen Großstadt wie Göteborg oder Kopenhagen wohnt, der hat oft nicht viel Platz, weshalb Multifunktionalität zur Kunstform erhoben wurde. Möbel mit doppeltem Nutzen sparen nicht nur Platz, sondern auch Geld und schaffen trotzdem ein aufgeräumtes, großzügiges Raumgefühl. Das Ergebnis: Auch 40 Quadratmeter fühlen sich nicht beengt an. Hier wurde beispielsweise das Bett einfach aufgehängt. Raffiniert, oder? Platzsparend sind aber auch ausziehbare Esstische, Betten mit Stauraum darunter oder Sofas mit Schlaffunktion.

Raffinierte Lösung für kleine Wohnungen: Ein Hängebett über dem Sofa
Und wie kuschelig sieht das bitte aus?

4. Farbtupfer, die sich durch die Wohnung ziehen

Eine wiederkehrende Akzentfarbe in der Wohnung – ob Senfgelb, Blau oder sogar Rot – verbindet einzelne Räume optisch zu einem stimmigen Ganzen. Das funktioniert recht einfach: Suche dir eine Lieblingsfarbe aus und lasse sie in jedem Raum ein- bis zweimal auftauchen: ein kleines Regal, ein Kissen im Wohnzimmer, ein Handtuch im Bad, eine Vase in der Küche, ein Türrahmen. Wichtig ist die Konsequenz: Immer derselbe Farbton, nicht mehrere ähnliche Nuancen. So entsteht ein roter Faden, der die Räume optisch zusammenhält und dein Wohnkonzept wirkt durchdacht statt zufällig zusammengewürfelt. Und zwar ohne dass es aufwendig oder teuer sein muss. Besonders praktisch: wenn dir die Farbe nicht mehr gefällt, stellst oder streichst du einfach um.

Im Flur beginnt die Farbreise in kräftigem Rot…
… und geht im Wohnzimmer in Regalform weiter.

5. Einbauschränke für perfekte Raumausnutzung

In Schweden total typisch: Man nimmt beim Umzug seine Schränke nicht mit, weil es in der neuen Wohnung längst welche gibt. Oft sind Schränke fest verbaut. Und das ist unglaublich praktisch, weil es einem nicht nur das Schleppen erspart, sondern Einbauschränke auch den maximalen Stauraum rausholen. Vor allem maßgeschneiderte Einbauschränke nutzen jeden Winkel eines Raums aus, auch Dachschrägen oder Nischen, wo Standardmöbel gar nicht hineinpassen würden. Sie verschwinden optisch in der Wand, wirken dadurch unaufdringlich und tragen entscheidend zum aufgeräumten, minimalistischen Erscheinungsbild bei. Der Trick dabei: Oft werden die Schrankfronten in der Wandfarbe des restlichen Raumes gestrichen – und schon fallen die ansonsten wuchtigen Schränke kaum mehr auf.

Einbauschränke bis zur Decke für extra viel Stauraum.
Das Küchenregal ist platzsparend in die Wand eingelassen.

 

Fotos: Historiska Hem

Share: