Rosendals Trädgård in Stockholm: Dieses Café solltest du nicht verpassen

Auf der Insel Djurgården wartet ein ganz besonderes Cafés Stockholms auf dich: Mitten im Park sitzt du zwischen Blumen und kannst im Gewächshaus von einem großen Büffet an frischen Köstlichkeiten wählen. Die perfekte Pause für deinen Städtetrip!

Stell dir vor, du gehst durch einen alten Park, die Bäume werden lichter und plötzlich öffnet sich eine Welt aus blühenden Beeten, Gewächshäusern aus Glas und Holz, und dem Duft von frisch gebackenem Brot, der dir entgegenweht. Rosendals Trädgård ist eine ungewöhnliche Mischung aus Café, floraler Ausstellung, Gärtnerei und Ladengeschäft, aus Blumen und Pflanzen, aus Lauben und Gewächshäusern. Überall gibt es kleine Sitzgelegenheiten, es duftet nach Zimt und Blumen.

Der perfekte Ort für eine Fika in Stockholm

Rosendals Trädgård liegt auf Djurgården, der grünen Halbinsel direkt vor der Stockholmer Innenstadt, die die Stockholmerinnen und Stockholmer ihr kollektives Wohnzimmer nennen. Vom Stadtzentrum aus ist man in zwanzig Minuten zu Fuß da – oder man nimmt den Bus 69 bis Bellmansro. Zwar ist Rosendals längst kein versteckter Geheimtipp mehr, aber es gibt viel Platz und gerade in den Vormittagsstunden ist es hier noch ruhig und entspannt.

Biodynamisch, hausgemacht und richtig lecker

Was Rosendals von anderen hübschen Cafés unterscheidet, ist nicht nur die Location, sondern seit den 1980er-Jahren wird hier biodynamische Landwirtschaft betrieben – lange bevor das Wort „nachhaltig“ auf jeder Speisekarte stand. Das bedeutet: Fast alles, was du hier isst, wurde wenige Meter entfernt angebaut. Die Äpfel kommen vom alten Obstgarten nebenan, die Kräuter aus den Beeten direkt ums Café herum, das Gemüse aus den Gewächshäusern.

Das Angebot wechselt mit den Jahreszeiten, und deshalb ändert sich auch die Karte. Im Sommer gibt es üppige Salate mit Blüten und frischen Kräutern, Tomatentarte, selbstgemachte Limonade mit Holunderblüten. Im Herbst kommen herzhafte Suppen, Kürbisgerichte, dunkles Sauerteigbrot mit gesalzener Butter. Im Winter liegt eine besondere Ruhe über dem Garten, und ein heißer Kaffee mit einem Stück Pflaumenkuchen schmeckt plötzlich nach allem, was wichtig ist.

Frisches Brot und schwedische Klassiker

Klar, du bekommst hier natürlich frisch gebackene Kanelbullar – aber der besondere Tipp: Probiere das Brot! Im Rosendals wird eigenes Sauerteigbrot gebacken und das hat Kultstatus – zu Recht. Außen knusprig, innen weich und leicht säuerlich, dazu gesalzene Butter aus der Region und manchmal ein selbstgemachter Aufstrich aus dem Gartenobst. Viele kommen morgens nur dafür und bleiben bis zum Mittag.

Die Zimtschnecken – natürlich, wir sind in Schweden – sind ebenfalls eine eigene Kategorie. Nicht zu süß, leicht kardamomwürzig, frisch aus dem Ofen. Dazu ein Oatmilk Latte oder einen klassischen schwarzen Kaffee, und der Geschmack Schwedens liegt auf deiner Zunge.

Sitzen, wo dein Essen wächst

Das Besondere an der Location ist, dass du buchstäblich mitten in einem funktionierenden Garten sitzt. Die Tische stehen zwischen den Beeten – du sitzt neben Rosensträuchern, Lavendel, hohen Stauden. Die Gewächshäuser aus dem 19. Jahrhundert sind der Hintergrund für dein Frühstück oder ein prima Schutz, falls das Wetter mal nicht so mitspielt. Alles ist ein bisschen verwildert, ein bisschen romantisch, sehr echt. Bei Regen auch ein bisschen matschig.

Ein Abstecher in den kleinen Hofladen solltest du nicht verpassen, hier gibt es Saatgut, selbst gemachte Marmeladen oder Pflanzen zu kaufen. Im Sommer gibt es Führungen durch den Garten. Und wer sich wirklich Zeit lassen möchte, leiht sich eine Decke und legt sich einfach ins Gras.

Praktisches für deinen Besuch im Rosendals Trädgård

Rosendals Trädgård hat etwas unregelmäßige Öffnungszeiten (am besten vorher auf der Website nachschauen) und im Sommer kann es voll werden. Am schönsten ist es unter der Woche, vormittags. Bargeld ist out – bezahle am besten mit Karte.

So findest du hin: Rosendalsterrassen 12, Stockholm. Öffentliche Verkehrsmittel: Bus 69 bis Bellmansro oder Fähre zur Djurgården-Anlegestelle.

 

Fotos: Hejsson

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