Diese Altbauwohnung auf Södermalm zeigt, was kleine Wohnungen gemütlich macht – und liefert die vielleicht besten Ideen für deinen Flur
Kennst du diese Wohnungen, in denen man sofort bleiben will? Genau so fühlt sich dieser Altbau auf Södermalm an. Mit diesem feinen Gespür für Details, wie kleine Wanddeko-Elemente, fließend helle Vorhänge, die Heizungen verschwinden galant hinter Paneelen, Pastellrosa in allen Räumen… Alles wirkt so ruhig und entspannt – unter drei Meter hohen Decken.
Der erste Eindruck: ruhig, warm, nordisch
Was sofort auffällt: die Farbpalette. Viel Weiß, gedämpfte Nuancen, Pastell, natürliche Materialien, warme Holzoberflächen. Der Eichenboden bringt Tiefe rein, während Kalkstein im Eingangsbereich fast wie ein architektonischer Ruhepunkt wirkt.
Altbaucharme mit Natürtönen im Wohnzimmer
Im Wohnzimmer, das direkt neben der Küche liegt, wartet ein dekorativer Kachelofen. Ein echtes Highlight, das einfach so dasteht, weil er schon immer Teil des Alltags in vielen schwedischen Wohnungen ist – und hier sogar funktioniert. Das ist nicht immer der Fall, oft sind Kachelöfen so alt, dass man sie nicht mehr benutzen kann. Aber man lässt die Öfen trotzdem stehen, weil sie als Deko-Objekt sehr begehrt und geliebt sind. Die Möbel im Wohnzimmer wirken bewusst zurückhaltend. Kein visuelles Chaos, keine überladenen Deko-Arrangements. Stattdessen Textilien, Holz, matte Oberflächen – Materialien, die Wärme schaffen und Gemütlichkeit.


Der Flur – kein Durchgang, sondern ein hübsches Raumwunder
Das Highlight der Wohnung erwartet einen gleich im Eingangsbereich: Der Flur ist das vielleicht beste Stauraum-Wunder, mit so vielen Details, dass man schon genau hinsehen muss: Einbauschränke, die aussehen wir Türen zum nächsten Raum, praktische Haken, dekorative Paneele, maßgefertigte Schränke. Und wie genial ist bitte diese kleine Regalleiste unter der Decke, die einmal um den ganzen Flur herumläuft? Und dazu eine blumig gemusterte Tapete, die aus dem Durchgangs- einen Wohnraum macht. Stauraum wird nicht versteckt, sondern elegant integriert. Alles hat seinen Platz – und dadurch wirkt der Raum gleich viel ruhiger.

Die Küche: Herzstück mit Kamin und „mysig“-Gefühl
Wenn man sich einen Raum aussuchen müsste, in dem man den ganzen Abend bleibt, wäre es wahrscheinlich die Küche. Groß genug für lange Dinner mit Freunden, aber trotzdem intim. Der kleine, zweite Kamin sorgt für dieses typisch schwedische „mysig“-Gefühl – gemütlich, warm, aber ohne Kitsch. Die Küchenfronten sind klassisch gehalten, Oberschränke reichen bis zur Decke – wie viel Sachen da reinpassen! Auch, wenn man eine Leiter braucht, um an alles ranzukommen. Hier merkt man: Küche bedeutet in Schweden nicht nur Kochen, sondern Zusammenleben.

Pastellfarben in Schlaf- und Kinderzimmer
Das Schlafzimmer öffnet sich zu einem hofseitigen Balkon. Viel Sonne im Sommer, viel Ruhe das ganze Jahr. Die Einrichtung bleibt leicht: helle Stoffe, reduzierte Möbel, genug Platz zum Atmen. Auch hier wieder typisch skandinavisch: maßgefertigte Einbauten statt großer Schrankwände. Die bleiben beim Umzug immer in den Wohnungen, man braucht in Schweden selten Schränke mit umzuziehen, Stauraum gibt es oft viel.



Fotos: Ono/Historiskahem.se, Styling: Van Keppel


