Büllerbü-Wohngefühl in der alten Dorfschule von Malmby

In der liebevoll zum Wohnhaus umgebauten Dorfschule aus dem 19. Jahrhundert nahe Stockholm, lebt es sich wie in einem schwedischen Bilderbuch. Helle Farben, gemütliche Sitzbereiche, Kieferndielen, Kamin und Falunrot-Fassade… Wir wollen bitte sofort einziehen!

Wer die schmalen, geschwungenen Landstraßen nördlich von Stockholm entlangfährt, zwischen wiegendem Grün und stillen Feldern, stößt ungefähr 45 Kilometer nördlich der Stockholmer Stadtgrenze auf ein besonderes Haus: die alte Dorfschule von Malmby, erbaut in den 1860er-Jahren, mit der typisch schwedischen Falunrot-Fassade und weißen Fensterrahmen. Hier gehen schon lange keine Schüler mehr ein und aus, dafür ist das Haus liebevoll in ein Wohnhaus umgebaut worden. 218 Quadratmeter Wohnfläche, 8 Zimmer – und überall der behutsam bewahrte Charme vergangener Zeiten. Die großen alten Fenster mit mundgeblasenem Glas tauchen jeden Raum in ein Licht, das man in modernen Neubauten vergeblich sucht. Pflanzen lieben es hier. Menschen auch.

Der ehemalige Klassenraum: Wohnen im großen Stil

Das absolute Highlight des Hauses ist der ehemalige Klassenraum im Erdgeschoss – heute ein großzügiges Koch- und Wohnzimmer mit rund 60 Quadratmetern. Eine weiße Nut-und-Feder-Vertäfelung, geseifter Holzboden mit sichtbaren Kieferndielen, schwarze Küchenfronten, die sich galant gegen die weiß geflieste Wand abheben. Die massive Birkenarbeitsplatte, das rustikale Porzellanbecken mit Messinghahn, ein langes offenes Regal entlang der gesamten Längswand – hier möchte man kochen, essen, zusammensitzen. Der große Tisch bietet Platz für 10 bis 12 Personen und in die gemütliche Sofagruppe passen sogar noch mehr. Am Kamin kann man sich gemütlich versammeln, wenn der schwedische Herbst draußen so richtig weht und man am liebsten gemütlich drinnen bleibt.

Oben schlafen, träumen, ankommen

Im Obergeschoss setzen sich die geseiften Originalholzböden fort und die Schlafzimmer verteilen sich in verschiedene Himmelsrichtungen – jedes mit eigenem Charakter. Das größte Schlafzimmer liegt in einem leicht abgeschiedenen Flügel des Hauses, mit Blick auf Felder, Schafweide und den See Sparren in der Ferne. Morgens wird man hier nur vom Sonnenaufgang geweckt. Die Tapete von William Morris & Co wirkt fast wie ein Wandschmuck, zusammen mit der weiß gestrichenen Brüstungspaneele. Im ehemaligen Lehrerinnenzimmer steht noch ein echter Specksteinkamin wie in alten Zeiten.

Historisches Bad mit moderner Glasdusche

Das Badezimmer glänzt mit marokkanischem Fliesenboden, einer freistehenden gusseisernen Badewanne auf Tatzenfüßen und einer maßgefertigten Glasdusche.

Ein schwedischer Gartentraum wie in Bullerbü

Das Grundstück von rund 2.300 Quadratmetern ist der pure Gegenentwurf zum Stadtbalkon. Auf der Südseite erstreckt sich eine große Rasenfläche – hier werden Fußball gespielt oder Sommerfeste gefeiert. Dahinter folgen neu angelegte Staudenbeete mit Tulpen, Himbeeren und Johannisbeeren, ein 60 Quadratmeter großer Gemüsegarten und ein Gewächshaus. Zwischen den alten Bäumen hängt die Hängematte, aus dem Rasen pflückt man wilde Erdbeeren und hinter dem Geräteschuppen öffnet sich der Blick über die Schafweide in den Abendsonnen-Himmel.

 

Styling: Rydman, Foto: Olsson/Historiskahem

 

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