Hygge für dunkle Tage: Lampen sind ein Must-have im skandinavischen Winter

Wie man den skandinavischen Winter übersteht? Indem man überall schöne Leuchten aufstellt. Zum Beispiel die der dänischen Designerin Maria Eskesen  

Maria Eskesen studiert Möbeldesign am University College im dänischen Herning. Die 26-jägrige Dänin hat eine kleine Leuchte gestaltet, die fast ein wenig an eine Schneekugel erinnert und damit ganz wunderbar in den skandinavischen Winter passt. Wir haben mit ihr gesprochen:

Hejsson: Die Leuchte hast du während deines Studiums entworfen – wie kamst Du auf die Idee?

Maria: Wir hatten ungefähr sechs Wochen Zeit für das Projekt. Als ich mit dem Entwurf angefangen habe, war meine größte Inspiration die Faltkunst Origami. Ich habe angefangen, mich damit intensiver zu beschäftigen, verschiedene Falttechniken auszuprobieren und am Ende meine eigene Methode entwickelt – so ist dann der Lampenschirm entstanden. Danach habe ich nach Materialien gesucht, die gut dazu passen. Dabei bin ich auf Messing und Kupfer gestoßen, weil die das Licht richtig schön reflektieren. Also habe ich mich entschieden, das gefaltete Papier mit Messing zu kombinieren.

Wo würdest du die Lampe hinstellen?

Die Lampe ist als Nachttischlampe gedacht. Sie ist wiederaufladbar und tragbar – also perfekt, um sie nachts mitzunehmen, wenn man zum Beispiel ein Glas Wasser holen oder nach einem Kind schauen möchte. Man kann die Helligkeit einstellen, sodass man niemanden weckt oder stört, hat aber trotzdem genug Licht.

Designerin Maria Eskesen mit ihrer Leuchte
Während ihres Möbedesignstudiums hat Maria Eskesen diese kleine, tragbare Leuchte entworfen: Gefaltet aus Origamipapier.

 

Das ist klug gedacht, eine moderne Leuchte steht also nicht nur im Eck und sieht schön aus?

Für mich ist das Wichtigste, dass Design nicht nur „etwas Schönes schaffen“ bedeutet, sondern dass es einen klaren Sinn haben muss. Jeder kann eine Idee haben, aber wenn sie keinen wirklichen Zweck erfüllt, wird sie sich nicht lange halten. Als Designer sind wir automatisch Teil der Konsumkultur. Gerade deshalb sollten die Dinge, die wir erschaffen, langlebig und sinnvoll sein – etwas, das Generationen überdauern kann. Mir ist wichtig, dass meine Arbeit durchdacht ist: Bietet sie etwas Neues? Ist es wirklich eine Verbesserung? Warum mache ich das überhaupt?
Ich glaube, wir müssen bewusste Entscheidungen treffen – nicht nur für uns, sondern auch für die kommenden Generationen.

Du hast im Dänischen Herning studiert, einer Hochburg des dänischen Designs. Was ist typisch für dänisches Design?

Ich glaube, das Geheimnis liegt in der Mischung aus Handwerkskunst und Ästhetik. Viele der großen dänischen Designer waren selbst Tischler oder haben eng mit Handwerkern zusammengearbeitet, die ihre Ideen umsetzen konnten. Auch wenn oft nur der Designer genannt wird – in Wirklichkeit stecken da viele Leute dahinter, die dazu beigetragen haben, dass das Design nicht nur schön, sondern auch praktisch und umsetzbar ist. Dänisches Design ist auch deshalb so wertbeständig, weil es so hochwertig gemacht ist, dass es Generationen überdauern kann. Viele Stücke sind eigentlich funktionale Kunstwerke – für den Alltag gemacht. Sie haben klare, zeitlose Linien, die schon vor 60 Jahren perfekt in die Wohnungen gepasst haben und heute genauso gut passen.

Handlich, tragbar, wiederaufladbar: Modernes Leuchtendesign kann mehr, als nur schön aussehen.

 

Fotos: Maria Eskesen

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