Mit ruhigen Farben, Mustern und viel Liebe zum Detail bringt Emmeli nordische Gemütlichkeit in ihr schwedisches Zuhause. Und uns eine wundervolle Ladung Inspiration.
Wenn man eine Sache im Sommer bei Emmeli Törner zuhause findet, dann sind es Blumen. Sie versteht es, die Farben und Blüten genau so zu wählen, dass sie das Interior perfekt unterstreichen. Und damit sind wir schon beim ersten Learning: Blumen sind ein Wohnaccessoire mit richtig großer Wirkung. Aber auch ohne Blumen ist das Zuhause von Emmeli ein Fundus an Inspiration. Wir durften mit ihr über ihr Zuhause, ihren Stil und ihre Einrichtungsgeheimnisse sprechen.




„Skandinavischer Stil bedeutet für mich, ein Zuhause, in dem man gerne Zeit verbringt.“
Emmeli, 41, lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem Reihenhaus in Hallsberg in der schwedischen Region Örebro. Seit zwei Jahren wohnt die Familie hier: „Unser Zuhause ist schon sehr skandinavisch, aber auch bodenständig und persönlich“, sagt Emmeli, „skandinavischer Stil bedeutet für mich vor allem ein Zuhause, in dem man gerne und viel Zeit verbringt. Es soll gemütlich sein, mit ruhigen Farben und schönen Mustern.“ Und die zeigen sich überall: sie ranken über Tassen, über fluffige Kissen und an den Wänden entlang – ohne aufdringlich zu wirken. „Im Sommer mag ich es bei der Einrichtung und Deko gerne heller und frischer. Dann möchte ich in jedem Raum Blumen haben und am liebsten mit hellen Farben dekorieren.“ So wirken die Blumensträuße wie sanfte Farbtupfer, die das ganze Zuhause gemütlich und lieblich machen. Aber es lohnt sich auch der Blick auf ganz kleine Details: Wie hübsch passen zum Beispiel die Muster auf dem Geschirr zum Geschirrhandtuch oder die Farbe der Stiefmütterchen zur Farbe der Vase im Regal?





„Einrichten darf seine Zeit haben“
„Als wir eingezogen sind, war das Haus noch nicht ganz unser Stil. Aber wir wollten auch nichts renovieren, was noch funktioniert. Wir lassen die Dinge lieber nach und nach entstehen – alles darf seine Zeit haben. Trotzdem stand für uns ziemlich schnell fest, dass wir zumindest die Wände streichen und tapezieren möchten.“ Also haben sie alle Räume tapeziert, außerdem die Fliesen und die Küchenfronten neu gestrichen. Im Wintergarten wurde ebenfalls Farbe ins Spiel gebracht und eine kleine „Küchenecke“ eingerichtet.
„Man kann schöne Dinge überall finden“
„Mein eigener Stil ist eigentlich eine Mischung aus allem. Ich kombiniere Secondhand-Stücke mit IKEA-Möbeln und geerbten Möbeln“, sagt Emmeli. „Man kann schöne Dinge an den unterschiedlichsten Orten finden. Zum Beispiel steht im Zimmer unseres jüngsten Sohnes ein kleines Bücherregal von Lidl.“ So ist die gesamte Einrichtung eine Mischung aus Secondhand-Funden, Erbstücken und Dingen aus Einrichtungsgeschäften in der Nähe. „Für mich spielt es keine große Rolle, wo etwas gekauft wurde. Gerade diese Mischung macht ein Zuhause für mich so persönlich“, sagt Emmeli.




„Im Winter dreht sich bei uns vieles um Gemütlichkeit“
Neben dem gemütlichen Sofa, auf dem die ganze Familie Platz findet, gehört der verglaste Wintergarten zu den Lieblingsplätzen. Ein typisch schwedischer Raum, der den Übergang von draußen nach drinnen symbolisiert, ganz viel Licht hereinlässt und trotzdem wind- und wettergeschützt ist. „Dort sitzen wir bis weit in den Herbst hinein, essen, trinken Kaffee und verbringen Zeit miteinander. Im frühen Frühjahr dürfen hier außerdem einige Pflanzen stehen, die ich aus Samen ziehe.“ Und jetzt, wenn der Herbst und Winter kommen? „Im Winter dreht sich bei uns vieles um Gemütlichkeit: Kerzen, weiche Decken und kuschelige Bettwäsche gehören einfach dazu. Und zu Weihnachten darf natürlich in jedem Raum jede Menge schöne Dekoration einziehen.“


Fotos: Emmeli Törner



