Du willst ein bisschen skandinavischen Sommer in dein Zuhause holen? Am besten geht das mit leckeren Rezepten und einer nordisch inspirierten Einkaufsliste. Ein köstliches Rezept für kalte, nordische Erdbeersuppe gibt es gleich dazu.
Kochen im Sommerhaus in Skandinavien bedeutet oft Improvisieren auf engem Raum. Nicht selten gibt es nur zwei Kochplatten, manchmal auch nur einen kleinen Gaskocher – Backöfen sind keine Selbstverständlichkeit. Gerade abgelegene Hütten auf Inseln oder tief im Wald haben oft weder Strom noch fließendes Wasser. Doch genau das macht den Reiz aus: Man kocht mit einfachen Mitteln und reduziert auf das Wesentliche. Und das hat den großen Vorteil: Du kannst ganz einfach ein wenig Sommerhausküchen-Flair zu dir nach Hause holen.
Die nordische Küche ist einfach und kreativ zugleich
Viele Häuser im Norden, die sogenannte Sommarstuga, sind schlicht ausgestattet, ein großer Topf, eine gute Pfanne, vielleicht ein Waffeleisen aus Gusseisen für das Feuer reichen völlig aus. Und wenn kein Nudelholz zur Hand ist, tut es auch eine leere Flasche. So entsteht eine Küche, die einfach und zugleich kreativ ist. Und weil wir nicht alle ständig nach Skandinavien fahren können, kannst du dir das auch nach Deutschland holen. Der erste Schritt: es darf einfach sein, kein kompliziertes Menü, sondern frisches Obst und Gemüse, das gerade wächst und Saison hat. Und wer gerne grillt, der wird sowieso glücklich mit der nordischen Art zu kochen. Da man in Deutschland nicht einfahc so angeln gehen kann oder darf: Kaufe eine Lachshälfte (zur Not tun es auch Stücke), bestreiche sie mit etwas Butter oder Rapsöl, streue Salz und Pfeffer darüber, ein paar Spritzer Zitrone und so kommt der köstliche Fisch, in Alufolie gehüllt, auf den Grill. Sehr nordisch: Salate aus Gemüse! Rohe Zucchini, Brokkoli, Zuckererbsen kleinschneiden und mit einem beliebigen Dressing servieren. Fertig ist der schwedisch angehauchte Sommersalat.

Rezepte aus dem Sommerhaus
Viele leckere Rezepte hat Michaela Fuchs in ihrem neuen Buch „Sommerhausküche“ zusammengetragen. Sie ist Autorin und verbringt seit vielen Jahren die Sommer in ihrem Häuschen in Finnland. Von dort, uns aus dem ganzen Norden, hat sie köstliche Rezepte mitgebracht, die sind leicht nachzumachen und bringen den echten Geschmack der nordischen Küche zu dir nach Hause. Zum Beispiel dieses Rezept für kalte Erdbeersuppe:
Rezept für kalte Erdbeersuppe
Kalte und warme Fruchtsuppen sind in ganz Skandinavien beliebt — besonders im Sommer. Man genießt sie als Dessert, leichtes Abendessen oder einfach zwischendurch. Eine der bekanntesten Varianten ist rødgrød med fløde in Dänemark, in Deutschland bekannt als rote Grütze. In Finnland heißt ein ähnliches Gericht kisseli. Serviert werden diese Suppen meist mit Milch oder flüssiger Sahne, manchmal auch mit einer Kugel Eis oder zerbröselten Keksen.

Zutaten für 4 Portionen
- 500 g Erdbeeren
- 5 EL Zucker
- 3 EL Kartoffelmehl
- 300 ml süße Sahne oder Vollmilch
So geht’s:
Die Erdbeeren putzen, halbieren und die Stiele entfernen. 150 ml Wasser in einem Topf erhitzen, die Erdbeeren mit dem Zucker hineingeben und 2–3 Minuten leicht köcheln lassen. Inzwischen das Kartoffelmehl mit 2 EL kaltem Wasser glattrühren und unter ständigem Rühren zur heißen Erdbeermischung geben. Die Suppe etwa 1 Minute weiterkochen, bis sie leicht andickt. Warm oder kalt servieren und mit flüssiger Sahne oder Milch übergießen.
Skandinavisch kochen bedeutet auch: Saisonal und regional einkaufen
Zum Sommer im Norden gehört auch der etwas andere Einkauf: das kleine Abenteuer am Wegesrand. Ein handgeschriebenes Schild, ein Korb mit Beeren, daneben die Kasse des Vertrauens – und schon landet etwas Frisches im Beutel. Schau doch mal, ob es in deiner Nähe kleine Hofläden gibt, in denen du besondere Zutaten findest.
Im Sommer ist die Auswahl besonders reich: Beeren, Gemüse, Räucherfisch, Käse aus kleinen Hofkäsereien oder süßes Gebäck für die Fika-Pause. Viele Produkte stammen direkt von kleinen Produzenten, frisch und saisonal.

Vorräte anlegen wie im Sommerhaus
Natürlich lebt die Küche im Sommerhaus von frischen Zutaten aus der Natur und aus der Region. Doch ein kleiner Grundstock an haltbaren Lebensmitteln macht vieles leichter. Hier eine praktische Vorratsliste als Orientierung – für den ersten großen Einkauf oder zum Auffüllen zwischendurch.
Grundnahrungsmittel
Ein paar Basics machen sich immer gut: Weizen- und Roggenmehl, Zucker, Honig, Salz, Haferflocken, Reis oder Nudeln. Auch Kartoffeln gehören dazu – sie halten sich lange und sind unglaublich vielseitig.
Kühlschrank & Tiefkühler
Im Kühlschrank oder der Kühlbox sollte Platz für Butter, Eier, Käse, Sauerrahm und Milch sein. Tiefgekühlte Beeren oder Gemüse – bei mir sind zum Beispiel immer Erbsen vorrätig. Sie können an Regentagen kleine Lebensretter sein.
Für gemütliche Stunden
Kaffee und Tee dürfen in keinem Ferienhaus fehlen. Schokolade, Nüsse oder Kartoffelchips – perfekt für lange Abende auf der Terrasse.
Für heiße Tage
Ein Fruchtsirup ist ideal, um das frische Wasser aus Brunnen oder Leitung zu verfeinern. So entsteht im Handumdrehen ein erfrischendes Sommergetränk.

Die komplette Liste und viele weitere Tipps zum Kochen wie im Sommerhaus, findest du im Buch Sommerhausküche von Michaela Fuchs erschienen im Christian Verlag.
Du willst gerne mal selbst einen Sommer in Skandinavien verbringen? Dann solltest du dir dieses traumhafte Sommerhaus auf Gotland ansehen!
Fotos: Michaela Fuchs


