Kronleuchter-Gigant für Nationalmuseum in Stockholm

Ab Oktober 2018 soll ein neuer Kronleuchter im Café des Nationalmuseums hängen. Bis dahin lässt Designer Matti Klenell ihn schon mal probeleuchten.

Wer bei einem Kronleuchter an ein güldenes Gehänge mit glitzernden Steinen denkt, darf jetzt umdenken. Die neue Generation von Kronleuchtern könnte, ging es nach Designer Matti Klenell, ganz anders aussehen: Weiß-schlichtes Metallgestänge anstelle schnörkeligem Goldprunk und statt Kerzenbirnen schmücken große Glas-Ovale aus transparentem oder verspiegelten Glas die Krone des Leuchters.

Handgefertigt und mundgeblasen: Aus den zerbrechlichen Einzelteilen soll man ein glänzender Kronleuchter werden..
Handgefertigt und mundgeblasen: Aus den zerbrechlichen Einzelteilen soll man ein glänzender Kronleuchter werden.
Glaskunst zum Kaffee

Genau einen solchen Kronleuchter hat Klenell nun für das Nationalmuseum in Stockholm entworfen. Seit Monaten arbeiten er und sein Team im idyllischen Småland an dem besonderen Teil. Es besteht aus 40 einzelnen, ovalen Glasteilen, die ein wenig aussehen wie große Vasen ohne Boden. Sie werden auf ein eigens dafür gefertigtes Metallgestell gehängt. Kleine, unauffällig über ein Kabel verbundene Lampen sorgen für die Beleuchtung. Anschließend darf er dann von der Decke des neu eröffneten Cafés im Stockholmer Nationalmuseum glänzen.

Designer Matti Klenell prüft jeden Handgriff

34 Kilo wiegt alleine das Gestell, ein bis zwei Kilo jedes Glasteil. Mehrere Glasbläsermeister haben über viele Wochen hinweg die zarten Teile per Mund geblasen. Mehr als zehn verschiedene Formen soll es auf dem Leuchter nicht geben, das erfordert höchste Präzisionsarbeit. Anschließend werden sie aufgereiht, die schönsten Stücke ausgewählt. Auf den Leuchter kommt nur, was Klenell für makellos schön befunden hat.

In der Lagerhalle der Glasmanufaktur darf er schon mal probehängen.
In der Lagerhalle der Glasmanufaktur lässt Designer Matti Klenell seinen Entwurf schon mal probehängen.
Ab Oktober strahlt er im Nationalmuseum

Nun ist der Leuchter fast fertig und Klenell und sein Team haben sicherheitshalber zwei komplette Leuchter hergestellt, man wisse ja nie, was auf dem Weg von Småland nach Stockholm oder beim Aufhängen des Leuchters passiere, erklärt er. Ab Oktober kann man ihn dann in Stockholm bei einer Tasse Kaffee in Aktion bewundern.

 

 

 

Fotos: Hejsson; Tina Staffrén/Visit Sweden

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